12 Jahre Bloggen in einem Nischenthema = Reisen im ganzen Jahr durch das Sardinien abseits der Touristenpfade. Am 1. Oktober 2010 stellte ich mein schwarzes Schaf (ital. pecora nera) auf seine virtuelle Wiese unter https://www.pecora-nera.eu 🥳🐑🏴☠️🐾🌿
Heute ist es der umfassendste deutschsprachige Sardinien-Blog mit wirklich ordentlichen, regelmäßigen Besucherzahlen und auch nach so langer Zeit immer noch wachsend. So, dass ich zufrieden bin und auch den Effekt von Werbemaßnahmen oder Social-Media-Aktivitäten nachvollziehen kann.

Heute möchte ich aber nicht darüber schreiben, sondern mein Erfolgsrezept für einen Themenblog teilen. Sicher mag das nicht in allen Branchen und nur bedingt für die gelten, die mit ihrem Blog auch Vertriebsziele erreichen wollen. Aber eigentlich doch, denn die Grundideen funktionieren immer: 1. Kontinuität. 2. Thematische Klarheit. 3. Spaß und ständige Neugier.
Dranbleiben ist alles. Ich werde nicht müde, die Insel zu bereisen. Ein Ideenspeicher mit über 70 möglichen Themen und das Handy voller Fotos und Reiseimpressionen sorgt dafür, dass es immer weiter geht. So ein Blog passiert nicht von jetzt auf gleich. Dahinter steckt viel Geduld, ständige Neugier, das Aushalten von Durststrecken und nicht zuletzt muss ich von dem, was ich schreibe, überzeugt sein.
Der schwarzschafige Blog ist für mich zu einer Lebensaufgabe geworden, die ich nicht mehr aufgeben kann oder will, weil ich die Notwendigkeit sehe, immer wieder für umweltbewusstes und verantwortliches Reisen (vor allem auf einer Insel, die mein zweites Zuhause geworden ist) zu plädieren.
Langfristig für ein eigenes, ganz bestimmtes Thema zu stehen – und sei es auch noch so eng – sorgt für natürliches, stetes Wachstum, Usertreue und eine klare Positionierung der Marke.
Mein Blog ist einer kleinen Mission verpflichtet, denn er ist im deutschsprachigen Raum einer der wenigen, wenn nicht der einzige, der sich mit dem Reisen im ganzen Jahr beschäftigt – und damit mit nachhaltigen Tourismus-Konzepten auf Sardinien. Denn für die Insel ist essenziell, die Besucherströme auf alle Regionen zu verteilen, das Reisegeschäft außerhalb der Saison auszubauen (um den Einheimischen ein profundes Auskommen zu geben) oder eben einheimische Anbieter statt Konzerne oder Investoren zu bevorzugen.
Ich habe mir zudem ein Netzwerk auf Sardinien aufgebaut, von denen einige sogar Freunde im echten Leben geworden sind. Das erlaubt mir tiefere Einblicke als einem Journalisten auf der Jagd nach der besten Geschichte oder einem Influencer auf der Durchreise.
Auch verstehe ich das alles nicht als Konkurrenz um Follower und jage nicht nach ständig höheren Besucherzahlen. Wer über Sardinien bloggen oder schreiben will: Welcome to the Club. Mit meinem Content versuche ich die für mich die richtigen User anzuziehen. Und für alle, die meine (Reise-) Philosophie nicht teilen – soll’s ja geben – für die gibt es andere und auch gute Quellen. Sardinien ist wirklich ein kleiner Kontinent, auf dem Platz für alle ist.
Last but not least – und hier müssen vertriebsorientierte Blogs kurz tapfer sein – mache ich das unabhängig vom Geld. Mein Blog ist und wird nicht aufs Äußerste kommerzialisiert, sondern trägt sich selbst. Das ist eine bewusste Entscheidung für größtmögliche journalistische Unabhängigkeit.
Aber das Schaf ist so freundlich und generiert ein paar Nebeneinkünfte durch Provisionslinks, Buchverkäufe meines Reiseführers (für das ganze Jahr, siehe thematische Klarheit und Kontinuität) und Vorträge. Er ist außerdem meine eigene Referenz für Online-Kommunikation und Social Media Management. Manchmal ergeben sich gar kleinere PR- und Kommunikationsjobs, die Horizont und Netzwerk erweitern und irre viel Spaß machen.
Last but not least blogge ich aus Spaß – weil ich gern schreibe und weil Reisen vor der europäischen Haustür wirklich eine Freude ist und ich mein zweites Zuhause so immer besser kennenlernen darf. Ich empfinde es als Lebensglück und werde mein schwarzes Schaf hegen und pflegen, solang es mir möglich ist.
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