Nicole Raukamp

Gerade nach der Pandemie haben viele Unternehmer das Bedürfnis allein zu sein, allem Social Distancing zum Trotz. Ob nun unternehmerische Sorgen wegen fehlender Projekte, ob Familien-Overflow im Home Office mit gleichzeitiger emotionaler Überforderung oder die Flucht in stupide Arbeiten, die immer liegen bleiben, aber nicht wirklich Spaß machen oder den Geist fordern. Irgendwann denkst du: Das kann es nicht sein. Du weißt sogar, was du willst und was dir fehlt – aber kannst es da, wo du bist, einfach nicht in Alltagsenergie umwandeln. Erst recht nicht, wenn alles um dich herum noch mitjammert. Was früher leicht ging, scheint jetzt unfassbar schwer.

Eine Auszeit auf Sardinien kann der Schlüssel zum Glück sein. Die Insel bringt dich mit ihren starken, ehrlichen und natürlichen Landschaften zurück zu den Wurzeln und zu dem, was das Menschsein ausmacht. Du kannst in der Natur, der eindrücklichen Stille und immensen Weite aufgehen und deinen Bedürfnissen nachspüren. Du findest mehr als nur einen Ort, der Belastungen jeder Art aktiv entgegenwirkt.

Kraft tanken in starken Landschaften
Kraft tanken in starken Landschaften

Ich bringe dich an Orte, an denen du Energie tanken und den Kopf frei kriegen kannst. Das kann ein Winter-Relax-Urlaub am Meer sein, wenn kein Mensch da ist. Ideal zum Akku aufladen. Du findest Ruhe ohne Ende. Das kann eine lange Wanderung im Frühling oder Herst sein, mit Übernachtungen in uralten Hirtenhütten und der Kost, die die Sarden 100 Jahre alt werden lässt.

Villeicht magst du sportliche Aktivitäten – Sardinien ist (außer im Hochsommer) ein Outdoor-Paradies für alle Vorlieben. Ganz nebenbei gibt es viel Vitamin D – denn die Sonne scheint auf Sardinien zu jeder Jahreszeit deutlich mehr als in grauen, nasskalten, kontinentaleuropäischen Gefilden. Natürlich kann es auch auf Sardinien kalt sein und stürmen – aber das hat in der wunderschönen Natur nur einen ganz besonderen Reiz.

Selbst, wenn du unbedingt arbeiten willst oder musst, findest du neue Leichtigkeit im Denken. Vielleicht hast du das Gefühl, »etwas zu schaffen« oder kannst dich endlich einem Thema widmen, das sonst immer hinten an steht. Als Künstler küsst dich vielleicht die Muse wieder oder eine Blockade löst sich.

Aber am Allerbesten ist das Eintauchen in die Gemeinschaft, in die sardische Gastfreundschaft, die dich umfängt und gleichzeitig sein lässt, wie du bist. In der Inselmitte findest du eine heimelige Locanda, mit Gastgebern, die dich umsorgen, dazu gutes Essen, guter Wein und Lebensart, von der du lernen und mit der du einen neuen Pakt für dein Wohlbefinden schließen kannst.

Denn auch die Einheimischen suchen die wärmende Gesellschaft, vor allem die von Freunden. Ein sardisches Sprichwort sagt: 

Aundi has fattu s‘jerru fai s‘istadi.

Wo du den Winter verbracht hast, verbringe auch den Sommer. – Sardisches Sprichwort

Das ist nicht auf den Ort bezogen, sondern auf die echten, ewigen Freunde, die nicht nur da sind, wenn es für sie angenehm ist, sondern auch dann, wenn es im Leben mal frostig und ungemütlich wird.

2 Comments

  1. Roman Doerflinger

    7. August 2022 at 12:08

    Hallo schwarzes Schaf
    Mich interessiert die umwanderung der Insel ganz am Meer entlang. Ich meinte ich hätte vor 3-4 Jahren mal etwas über einen Mann gelesen der das gemacht hat, habe aber keinen Namen.Vielleicht hab ich das auch nur getäumt. Kannst Du mir weiterhelfen ?

    Reply
    • Nicole Raukamp

      8. August 2022 at 8:19

      Hallo! Nicht geträumt, und es gibt ziemlich viele, die das schonmal gemacht haben – insofern weiß ich nicht, welchen Mann du meinst 😉
      Aber ein Anfang wäre hier: http://www.cammino100torri.com
      Das ist tatsächlich eine Umwanderung, die Stationen sind an den spanischen Wehrtürmen entlang Sardiniens Küste aneinander gereiht. Kann man gut allein machen – das hat keine besonderen Schwierigkeiten und am Etappenende findet man auch so Unterkünfte. Aber es ist auch möglich, sich der Associazione anzuschließen, dann erlebt man vielleicht mehr vom Land. Kommt drauf an, was man will 😉
      Ich persönlich würde ja auch eine Querung einbauen – durch die Inselmitte und den Weg vielleicht eher als „8“ gestalten. An so einem Weg bastel ich seit geraumer Zeit, um ihn selbst zu gehen, werde aber nicht fertig und hatte nie so viel Zeit (außer zu Coronazeiten, aber da gab’s ja keine offenen Unterkünfte) … aber ich geb nicht auf. Eines schönen Tages dann … 😉

      Reply

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert